FAQ Telenotarzt

Welche Rettungswagen im Landkreis Vorpommern-Greifswald sind mit der Telenotarztanwendung ausgestattet?

Es sind 6 Rettungswagen mit einer Telenotarztanwendung ausgestattet. Diese befinden sich in Mellenthin, Wusterhusen, Loitz und Karlsburg, sowie je ein Fahrzeug des DRK und des HKS in Greifswald.

Warum wurden diese 6 Standorte für die Einführung der Telenotarztanwendung ausgesucht?

Vier dieser Rettungswachen haben keinen Notarztstandort im gleichen Ort. Dies bedingt längere Anfahrtswege für den Notarzt, sodass das Nichtärztliche Rettungsdienstpersonal  vor dem Notarzt am Einsatzort eintreffen kann. Die Zeit bis zum Eintreffen des bodengebundenen oder Hubschrauber-Notarztes kann nun durch den Telenotarzt überbrückt werden.

Die anderen beiden Rettungswagen sind in der Stadt Greifswald stationiert und sollen auch für längere Verlegungen genutzt werden.  Hier soll unter anderem getestet werden, ob die Technik auch längere Verlegungen unterstützt. Wir hoffen im Projektverlauf noch weitere Rettungswagen im Süden des Landkreises ausstatten zu können

Wo befindet sich der Arbeitsplatz des Telenotarztes?

Der Telenotarzt wird von einem vollständig ausgestatteten Leitstellenarbeitsplatz in Greifswald arbeiten. Dieser Arbeitsplatz befindet sich in abgeschlossenen Räumlichkeiten in direkter Nähe zu den Notarzteinsatzfahrzeugen des Rettungsdienstes.

Welche Qualifikationen braucht man, um Telenotarzt zu werden?

Facharzt, Zusatzbezeichnung Notfallmedizin, > 500 Einsätze als Notarzt, Leitender Notarzt

Seit wann läuft das Telenotarztsystem?

Seit dem 04.10.2017 läuft das System 24 Stunden am Tag an allen Tagen der Woche.

Welche Daten werden vom Einsatzort an den Telenotarzt übertragen?

Schon vom Einsatzort (z.B. Wohnung, Straße) können eine Live-Bildschirmansicht vom Corpuls-Monitor mit allen Vitalparametern, sowie eine Audioverbindung mittels 2 Headsets übertragen werden. Damit kann der Telenotarzt schon direkt am Einsatzort mit der Beratung beginnen. Über ein Smartphone können die Rettungskräfte am Einsatzort über eine gesicherte Verbindung Fotos an den Telenotarzt schicken. Diese kann er nutzen, um sich ein besseres Bild vom Geschehen zu machen und in die Einsatzdokumentation einfügen. Sobald sich der Patient im Rettungswagen befindet, kann zusätzlich über eine an der Decke festmontierte Kamera ein Live-Video übertragen werden.

Wie ist der Rettungswagen technisch ausgestattet für die telemedizinische Verbindung?

Die Rettungswagen werden zusätzlich ausgerüstet mit fünf Mobilfunkantennen , einer  GPS-Antenne zur InCar-Kommunikationseinheit, einer HD-Videokamera im Deckenbereich, zwei Bluetooth-Headsets, einem Patientenmonitor mit mobiler Übertragungseinheit, einem Smartphone für Fotos und einem Drucker

Schreibt der Telenotarzt ein Einsatzprotokoll?

Der Telenotarzt schreibt ein Einsatzprotokoll, welches im fest eingebauten Drucker im Rettungswagen gedruckt wird und dem Zielkrankenhaus übergeben wird.